BREKO | Bundesverband Breitbandkommunikation e. V.
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"BREKO-Browser" NET 6/10

Telsis und 3M Services erhalten IN-Auftrag von VSE NET

Eine Reseller-Vereinbarung zwischen dem britischen Spezialisten für Sprach und SMS-Infra-strukturen und Dienstleistungen Telsis und dem deutschen Systemintegrator 3M Services hat zu einem ersten größeren Auftrag geführt.

Die 3M Services GmbH, ein Tochterunternehmen der 3M Deutschland, hat von der VSE NET GmbH einen Auftrag zur Integration einer Telsis-IN-Plattform (IN = Intelligentes Netz) in die bereits vorhandene Netzinfrastruktur, bestehend aus dem Cirpack-NGN-Switch von Thomson und dem EWSD-System von Siemens, erhalten. „Durch diesen Schritt“, erklärte VSE NET-Geschäftsführer Michael Leidinger, „werden wir erhebliche Kosteneinsparungen realisieren können, da wir Rufnummernportabilität (LNP –Local Number Portability) ins Haus bringen und ein kostspieliges Outsourcing-Arrangement beenden. Für die nähere Zukunft planen wir, die offene und bedienerfreundliche Anwendungsumgebung der Telsis-Plattform zur Erstellung komplexer kundenspezifischer Mehrwertdienste zu nutzen.”

Durch die Aufnahme der neuen Telsis-IN-Technologie in das Portfolio der 3M Services GmbH ist der Systemintegrator in der Lage, heterogene Netzarchitekturen auf eine Weise zu verbinden, mit der Mitbewerber kaum mithalten können. Manfred Brandt, Geschäftsführer der 3M Services GmbH, erklärte: „Telsis hat in Deutschland bereits große IN-Installationen bei sechs Netzbetrei-bern realisiert und damit eine enorme Zugkraft. Unser Partner ist bekannt für clevere und den-noch sehr robuste Plattformen, gekoppelt mit einer bewährten Stärke im Interworking inner-halb komplexer Multiprotokollumgebungen. Das ist eine einzigartige Kombination, die den Wert, den wir in unseren Markt bringen können, substanziell erhöht.“
Produkte von Telsis sind welt-weit bei großen Mobilfunk- und Festnetzbetreibern im Einsatz. Das Unternehmen bietet ein umfangreiches Programm an Carrier-Infrastrukturlösungen ein-schließlich SMS-Routing und IN-Sprachplattformen sowie Media-Gateways für Next Generation Networks (NGN) und Voice over IP (VoIP) an. Das britische Unternehmen unterstützt seit vielen Jahren Netzbetreiber, deren Geschäftsmodelle auf innovativen Mehrwertdiensten basieren. Es ist heute federführend bei der Definition neuer globaler Standards zur Nutzung und einen bes-seren Erlebnisfaktor von SMS-Diensten.


Neu im BREKO: SyroCon Consulting GmbH
Die SyroCon Consulting GmbH mit Hauptsitz in Eschborn ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkt auf Beratung, Integration und Softwareentwicklung. Mehr als 50 Experten aus den Bereichen Prozessanalyse, Softwarearchitektur und Softwareentwicklung beraten und un-terstützen namhafte national und international agierende Unternehmen bei der Konzeption und Realisierung von IT-Lösungen zur Optimierung und Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse und bei der Entwicklung ihrer Produkte. Kunden aus den Branchen Telekommunikation, Auto-motive und Industrie profitieren von dem ausgewiesenen Branchen-Knowhow, der technischen Expertise, der Kundennähe und dem hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens.


BREKO-Marktdaten 2010
Die im Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) zusammengeschlossenen Unter-nehmen haben im Geschäftsjahr 2009 – trotz nachlassenden Marktwachstums – einen Umsatz von rund 7 Mrd. € und damit ein Plus von 10 % im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet. Diese Zahlen gab BREKO-Präsidentin Erna-Maria Trixl am 28. April in Düsseldorf bei der Vorstellung der Wirtschaftsdaten der BREKO-Mitgliedsunternehmen bekannt.
In den vergangenen drei Geschäftsjahren haben die BREKO-Unternehmen ihr Investitionsvolu-men kontinuierlich erhöht – von 1 Mrd. € im Jahr 2007 auf 1,3 Mrd. € im letzten Jahr. Damit stammen mittlerweile 26 % der Investitionen im deutschen TK-Markt von BREKO-Carriern. BREKO-Unternehmen tragen, bei einem Umsatzanteil von 13 %, mit 26 % zu den Gesamtin-vestitionen in den deutschen Telekommunikationsmarkt bei und leisten so einen wesentlichen Beitrag auch zur Erschließung weißer Flecken mit Breitbandanschlüssen. Die alternativen Netz-betreiber sind damit weiterhin auf Wachstumskurs und investieren im Vergleich zur Deutschen Telekom gemessen an Umsatz und Ergebnis deutlich mehr in die Breitbandinfrastruktur in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.brekoverband.de.


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BREKO BROWSER NET 5/10

Anmerkungen zur TKG-Novelle 2010 aus Sicht des BREKO

Nachdem im vergangenen Jahr das Richtlinienpaket der Europäischen Union für den Bereich Telekommunikation überarbeitet und Ende 2009 verabschiedet wurde, ist es nun Aufgabe der Mitgliedstaaten, die europäischen Vorgaben in nationales Recht umzusetzen.
Die Bundesregierung hat mit der im Februar 2009 veröffentlichten Breitbandstrategie ambitionierte Ziele vorgegeben: Bis Ende 2010 soll jedem Haushalt ein Anschluss mit einer Übertragungsrate von mindestens 1 Mbit/s zur Verfügung stehen, bis 2014 sollen 75 % der Haushalte mit Anschlüssen von 50 Mbit/s und mehr versorgt sein.
Ein solcher Auf- und Ausbau von TK Infrastruktur kann schon im Hinblick auf die Kosten nur gelingen, wenn sich eine Vielzahl von Unternehmen daran beteiligen. Die BREKO-Mitgliedsunternehmen leisten durch die Erschließung von Kabelverzweigern bzw. Multifunktionsgehäusen und die Errichtung von Schaltverteilern einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Das BMWi hat kürzlich erste Eckpunkte zur anstehenden TKG-Novelle veröffentlicht. Im Folgenden soll auf drei maßgebliche Aspekte des Papiers eingegangen werden.

Rahmenbedingungen
Wegen des deutlichen Widerstandes der Deutschen Telekom AG (DTAG) bleibt es auch in Zukunft außerordentlich wichtig, den erreichten Stand des Infrastrukturwettbewerbs weiterhin durch eine Ex-Ante-Regulierung der Deutschen Telekom abzusichern. Aufgabe des Gesetzgebers bleibt es, für Ausgleich zwischen den Interessen der etablierten Netzbetreiber und den Interessen der Nachfrager zu sorgen. Daher ist es die zentrale Forderung des BREKO, die unverzichtbaren Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom bei der Migration zu dem NGAWettbewerb (Next Generation Access) durch stabile Rahmenbedingungen sicherzustellen.

Kooperationen
Das BMWi-Eckpunktepapier sieht eine wettbewerbskonforme Förderung effizienter Investitionen und Innovationen im Bereich neuer und verbesserter Infrastrukturen vor. Ebenso sollen kartellrechtlich unbedenkliche Vereinbarungen zur Verteilung des Investitionsrisikos zwischen Investoren und Zugangsbewerbern zugelassen werden. Der BREKO begrüßt die Zulassung von Kooperationen beim Breitbandausbau. Die Zulassung „kartellrechtlich unbedenklicher Vereinbarungen” ist jedoch lediglich Worthülse und Selbstverständlichkeit, da diese bereits vom geltenden Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) geregelt werden. Aus BREKO-Sicht wären Regelbeispiele des Gesetzgebers wünschenswert. Dadurch würden sowohl eine höhere Planungs- als auch größere Rechtssicherheit gewährleistet werden.

Regionalisierung der Regulierung
Das Eckpunktepapier des BMWi sieht vor, eine Regelung in das TKG aufzunehmen, die es der Bundesnetzagentur (BNetzA) gestattet, künftig auch regionale Märkte zu definieren. Der BREKO lehnt eine regionalisierte Regulierung im TK-Bereich ab. Die Einführung eines neuen Regulierungsansatzes parallel zum Umbau der TK-Netze zu NGA-Netzen schafft unnötige Unsicherheiten und wird Investitionen in den Breitbandausbau bremsen. Daher schließt sich der BREKO der Auffassung der BNetzA an, die die Einführung einer regionalisierten Märktebetrachtung aktuell für nicht zweckmäßig erachtet.
Wichtig ist nach Auffassung des BREKO, die neuen europäischen Regelungen mit Augenmaß umzusetzen und dabei nicht über das Ziel hinauszuschießen. Die DTAG ist im TK-Sektor nach wie vor das marktbeherrschende Unternehmen in Deutschland. Für die BREKO-Unternehmen muss auch während der NGA-Migration die Regulierung verlässlich bleiben, um weitere Investitionen gerade auch zur Umsetzung der ambitionierten Ziele der Bundesregierung zu ermöglichen.

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BREKO BROWSER NET 4/10

Micro-Trenching und Open Access

Telekommunikation und Internet – die beiden unverzichtbaren Pfeiler einer zukunftsorientierten Kommunikationstechnik – werden seit dem Jahr 2000 von der ODR Technologie Services GmbH (ODR TSG) in Ellwangen, einer hundertprozentigen Tochter des Energieversorgungsunterneh-mens EnBW ODR AG für die Regionen Ostwürttemberg, Donau-Ries und Hohenlohe angeboten. Geschäftsführer Werner Riek sorgt seit dieser Zeit für Kontinuität und Innovation.
Als innovativer Anbieter von professionellen Internetzugängen, Telefonielösungen, Standortver-netzungen per VPN und VLAN, Standleitungen und Services rund ums Internet ist die ODR TSG eine anerkannte Größe auf dem heimischen ITK-Markt. Basis der vielfältigen Dienste bildet das firmeneigene, unabhängige Daten- und Sprachnetz per Lichtwellenleiter (LWL), das sich im Ver-sorgungsgebiet inzwischen über eine Länge von ca. 1.000 km erstreckt und zusätzlich mehrere tausend Kilometer Kupferfernmeldekabel umfasst. Zu unseren Kunden gehören Privathaushalte, mittelständische Unternehmen, Banken und Sparkassen, kommunale Einrichtungen wie Städte, Gemeinden und Landkreisverwaltungen sowie unsere Muttergesellschaft, die EnBW ODR AG. Sie alle schätzen unsere Expertise und unsere Kundennähe.
„Um Kommunen und Gemeinden den Breitbandzugang zu ermöglichen, greifen wir immer wieder auf innovative Lösungen zurück”, sagt Frank Brech, Leiter Netzbetrieb. Wir haben ein Gewerbegebiet mit Hilfe des Micro-Trenching-Tiefbauverfahrens FTTB-erschlossen (Fiber to the Building). Durch dieses Verfahren konnten wir die Tiefbaukosten um über 30 % reduzieren und so nachträglich ein Gewerbegebiet mit 50 bereits bestehenden Firmen wirtschaftlich ausbauen.
Im April werden wir unser erstes Open-Access-Projekt fertigstellen. Ein großer Provider wird unser FTTB-Netz in einer Kommune für seinen Kundenzugang nutzen. Ende April wird es eine gemeinsame Pressemitteilung geben, die Sie dann auch auf der Homepage des BREKO nachle-sen können.
Bei all den Themen ist der BREKO für uns ein idealer Ansprechpartner und eine starke Gemein-schaft. Mit Hilfe des Verbandes bekommen wir Informationen und eine Präsenz, zu der wir als mittelständisches Unternehmen sonst keinen Zugang hätten.

Neu im BREKO: Optical Refurbishment Center GmbH
Der Fokus der Optical Refurbishment Center GmbH liegt im An- und Verkauf von Systemen und Baugruppen der optischen Übertragungstechnik. Wir bieten neben dem Ankauf ausgedienter Technik auch Bezugsmöglichkeiten für abgekündigte Technik bzw. eine kostengünstige Alterna-tive zum Neukauf – über die komplette „Bandbreite“ klassischer Übertragungs- und aktueller Transporttechnik hinweg. Um die Qualität unserer Technik sicherzustellen, reinigen und testen wir die Baugruppen in einem mehrstufigen und aufwendigen Verfahren in unserem Prüflabor unter Einsatz der modernsten Messtechnik selbst. www.ref-center.com

Neu im BREKO: PacketFront Systems AB
PacketFront, ein Pionier des FTTHBreitbandnetzes, entwickelt fortgeschrittene und maßge-schneiderte Lösungen für FTTH-Netze (Fiber to the Home) und ermöglicht so vollautomatisierte Netze zu niedrigen Betriebskosten. Als Marktführer hat das Unternehmen das Ziel, technische und unternehmerische Innovationen für FTTH-Netze voranzutreiben. Unsere Angebote ermög-lichen fortschrittliche Geschäftsmodelle wie zum Beispiel Open Access durch ein vollständiges Produktangebot und -portfolio inklusive Routern und CPEs (Customer Premises Equipment). Weitere Informationen unter www.packetfront.com.


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BREKO BROWSER NET 3/10

Entgeltentscheid für VDSL-Vorprodukte

Um die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung bis 2014 zu erreichen, sind investitions-freundliche regulatorische Rahmenbedingungen erforderlich. Dazu gehören die angemessene Bewertung der Kosten und Investitionsrisiken des Infrastrukturaufbaus sowie Investitions-anreize inkl. der Möglichkeit, Kooperationen zu schließen.
Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die VDSL-Vorprodukte der Deut-schen Telekom. Für eine hochbitratige Anbindung von Haushalten ist es technisch erforderlich, die Schnittstellen der Übertragungstechnik näher an die Kunden heranzurücken, damit das VDSL-Netz seine hohe Geschwindigkeit nicht auf den letzten Metern zum Endkunden verliert. Daher hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) bereits im Sommer 2007 die Telekom verpflichtet, ihren Wettbewerbern Zugang zu den Kabelverzweigern und Kabelverzweigerkanälen zwischen Kabelverzweigern und Hauptverteiler zu gewähren.
Diese Auflagen hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG; AZ: 6 C 22.08 – Urteil vom 27. Januar) im Wesentlichen bestätigt. Allerdings hoben die Richter die Anordnung, die Telekom müsse bei nicht ausreichender Leerrohrkapazität Wettbewerbern ungenutzte Glasfaserleitungen zwischen Kabelverzweigern und Hauptverteilern zur Verfügung stellen, auf. Das ist ein bedeutender Rückschritt für die Wettbewerber der Telekom.
Schon im September 2009 hatte der BREKO die fehlende Planungssicherheit und die mangelnde Ausgestaltung der VDSL-Vorleistungen und -Entgelte kritisiert. Die Telekom sehe für die VDSL-Vorprodukte oftmals Preise „nach Aufwand” vor, die sich kaum kalkulieren lassen. Zudem fehlen derzeit „verbindliche Qualitätsparameter und Bereitstellungsfristen” für die Erbringung der Leistung. Unter diesen Voraussetzungen können die Wettbewerber die Preise für ihr eigenes Angebot an die Kunden nicht kalkulieren. Ausreichende Transparenz im Bereich VDSL-Entgelte ist nur mit Anschlusspauschalen und verbindlichen Qualitätsparametern zu erreichen. Eine weitere Benachteiligung der Wettbewerber könnte durch die vom Gericht aufgehobene Verpflichtung der Deutschen Telekom, Zugang zu Glasfaserleitungen zwischen Hauptverteilern und Kabelverzweigern gewähren zu müssen, entstehen, wenn Leerrohrkapazität nicht verfügbar ist. Die Wettbewerber der Telekom müssen bei nicht ausreichender Leerrohrkapazität neue Glasfaserleitungen verlegen oder mit ungewissem Ausgang mit der Telekom verhandeln, um VDSL-Anschlüsse anbieten zu können, obwohl ungenutzte Glasfaserleitungen vorhanden sind. So fehlt es an wesentlichen Voraussetzungen für einen wirtschaft-lichen und großflächigen Ausbau hochleistungsfähiger Breitbandnetze.
Für die anstehenden Entscheidungen zu den VDSL-Entgelten und zum VDSL-Ausbau fordert der BREKO die BNetzA auf, mit Augenmaß die Grundlagen für investitions- und wettbewerbs-freundliche regulatorische Rahmenbedingungen festzulegen. Um so den Anreiz zum Infrastruk-turausbau zu erhalten und Voraussetzungen zu schaffen, die ein Erreichen der ambitionierten Ziele der Breitbandstrategie der Bundesregierung bis zum Jahr 2014 ermöglichen.

Neu im BREKO: Thüringer Netkom GmbH – Regional-Carrier in Thüringen
Als Regional Carrier und Telekommunikationsdienstleister verfügt die Thüringer Netkom GmbH mit 5.000 km Glas faserkabel und 100 PoP’s (Point of Presence) über das zweitgrößte Glas-fasernetz in Thüringen. Das Unternehmen hat sich auf die Bereitstellung von Festverbindungen spezialisiert und setzt auf seinem Glasfasernetz modernste DWDM-Systeme ein.
Jüngstes Projekt ist der Aufbau eines Open-Access-Netzes auf Basis eigener DSLAMs und KVz-TAL zur Versorgung weißer Breitbandflecken mit DSL. Zu den Hauptkunden gehören alle alter-nativen Carrier sowie Geschäftskunden wie Banken, Krankenkassen und Hochschuleinrichtun-gen.
Die Thüringer Netkom beschäftigt an fünf Standorten 60 Mitarbeiter und erzielte 2009 einen Umsatz von 16 Mio. €.

Neu im BREKO: TüNet engagiert sich
Seit Januar 2010 ist die TüNet ordentliches Mitglied des BREKO. Die engagierte Telekommuni-kationssparte der Stadtwerke Tübingen ist seit 1998 aktiv im TK-Geschäft und betreibt heute ihr eigenes 120 km langes Glasfasernetz für Gewerbekunden in Tübingen. Zusätzlich zu dem klassischen Glasfasergeschäft ist die TüNet wirtschaftspolitisch sehr engagiert. Gemeinsam mit der IHK Reutlingen gründete Antje Fleischer, Leiterin der TüNet, einen IHK-Beirat Breitband (www.bbna.de), organisiert Infoveranstaltungen und reist auch selbst mal nach Brüssel, um mit Abgeordneten über Hürden und Fördermöglichkeiten im Breit bandausbau zu sprechen. „Kontakte knüpfen, aktiv vernetzen und gemeinsam am Breitbandausbau arbeiten”, das sind die Motive für Antje Fleischer, warum sich ein Engagement im BREKO lohnt.


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BREKO BROWSER NET 1-2/10

Startschuss für die Medienkooperation BREKO ­ NET

Liebe Leser!
Als Geschäftsführer des BREKO-Verbandes freue ich mich sehr über die im Januar 2010 gestartete Medienkooperation mit der NET. Ziel ist es, die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes im Sinne unserer Mitgliedsunternehmen weiter zu verbessern. Die zehnmal jährlich erscheinende Fachzeitschrift genießt einen sehr guten Ruf als kompetentes Fachorgan mit einer treuen Leserschaft quer durch alle Bereiche der ITK-Industrie. Schon von daher ein guter Partner für den BREKO. In der Rubrik "Netzbetreiber und -dienste" werden wir zukünftig unter der Überschrift "BREKO Browser" über aktuelle Themen, Trends und Projekte unseres Verbandes berichten. Wir freuen uns darauf, regelmäßig an dieser Stelle auf Innovationen und Fortschritte hinzuweisen, wenn es um die Leistungsfähigkeit unserer Verbandsmitglieder und deren Beiträge zum Breitbandausbau in Deutschland geht. Kurzum ­ ein hervorragender Multiplikator für unsere Verbandsarbeit. Apropos Breitbandausbau: Alle wissen, die Zeit läuft. Die anvisierten 100 % Breitbandversorgung mit 1 Mbit/s sollen in diesem Jahr erreicht werden, 2014 sollen bereits drei Viertel der Bevölkerung über moderne Breitbandnetze mit 50 Mbit/s versorgt werden. Open-Access-Geschäftsmodelle werden Kooperationen von Energieversorgern und Telekommunikationsanbietern begünstigen und können dem Breitbandausbau 2010 zu einem echten Quantensprung verhelfen. Bei den traditionell investitionsfreudigen BREKO-Mitgliedern werden jedenfalls die Ärmel hochgekrempelt, um die Breitbandnetze für Privat- und Geschäftskunden weiter auszubauen.
Ich danke für Ihr Interesse und versichere Ihnen: BREKO ­ die tun was.
Dr. Stephan Albers
Geschäftsführer BREKO

Breitband mit Energie
Internetzugang mit 50 Mbit/s! Was in Ballungsräumen längst bezahlbare Realität ist, klingt in entlegenen Regionen ­ den weißen Flecken auf der Breitbandkarte ­ heute immer noch wie Science Fiction. Darum ist die flächendeckende Breitbandversorgung auch eines der Hauptziele des BREKO. Kooperationen von Energie- und TKUnternehmen können Synergien freisetzen, um die Breitbandversorgung in Deutschland rasch zu verbessern und somit auch den gesteckten Zielen einen deutlichen Schritt näher zu kommen.
Synergiepotenziale erschließen
Ein willkommener Anlass für den BREKO-Verband, das Thema "Breitbandausbau" und speziell das Synergiepotenzial durch Kooperationen zwischen Energie- und TK-Unternehmen auf einer gemeinsamen Veranstaltung zu beleuchten: Am 10. Februar 2010 trafen sich in Düsseldorf unter dem Motto "Breitband mit Energie" Vertreter aus der Energie- und TK-Industrie. Vor dem Hintergrund bereits realisierter Best-Practice-Beispiele wurde diskutiert, wie der Breitbandausbau mit vereinten Kräften weiter nach vorne gebracht werden kann. Einigkeit herrschte, dass Open-Access-Geschäftsmodelle gut geeignet sind, um Breitbandinfrastrukturen in Ballungsgebieten und ländlichen Regionen wirtschaftlich auszubauen. Dass es dabei nicht nur ein Open-Access-Modell geben wird, liegt auf der Hand. Verschiedene Ansätze sind denkbar: Mal besetzt z.B. ein Energieversorger zwei Netzebenen ­ also passive und aktive Technik. In anderen Fällen übernimmt der Energieversorger nur die passive Technik und sucht sich für Netzbetrieb und Dienste Kooperationspartner. Einigkeit besteht in der Branche ebenfalls darüber, dass kein Unternehmen den Ausbau des schnellen Netzes alleine bewältigen kann. Daher kann die Lösung nur lauten: offener Netzzugang für alle Marktteilnehmer. Für Privatkunden und Unternehmen bedeutet Open Access ein Maximum an Wettbewerb, Innovation und Dienstleistungsgüte. Für 2010 hat sich der BREKO vorgenommen, aktiv an der Standardisierung der Schnittstellen für Open-Access-Modelle zu arbeiten. Hier muss es jedoch eine Branchenlösung geben.
Ein Knackpunkt in Zeiten knappen Geldes ist die Finanzierbarkeit der neuen Netze. Dabei könnten staatliche Bürgschaften und erleichterte Kreditvergaben ebenso helfen wie der Zugang zu Risikokapital. Einem Universaldienst für Breitband erteilt die Branche eine deutliche Absage. Der Staat sollte nur dort öffentliches Geld einsetzen, wo eine wirtschaftliche Lösung sonst nicht möglich ist. Zentrale Herausforderung bleibt die Auslastung der Netze durch Kunden und Dienste. Nur so können sich die teilweise erheblichen Infrastrukturinvestitionen rechnen.
Erfreulich in diesem Zusammenhang: Schon auf dem IT-Gipfel im Dezember letzten Jahres betonte Bundeswirtschaftsminister Brüderle die herausragende Bedeutung von Breitband als Motor für Wachstum und Innovation. Laut Brüderle zeigten neueste Studien, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen erheblich in den Breitbandausbau investieren.

Über den BREKO
Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) ist ein im Jahre 1999 gegründeter Zusammenschluss von überwiegend regionalen Festnetzbetreibern, der sich zum Ziel gesetzt hat, faire Wettbewerbsbedingungen für den Netzinfrastrukturausbau im liberalisierten TK-Markt zu schaffen. Die derzeit 42 Mitgliedsunternehmen beschäftigen ca. 56.000 Mitarbeiter, investieren 1,1 Mrd.  Euro jährlich und erwirtschaften einen Umsatz in Höhe von rund 6,3 Mrd.  Euro (Angaben bezogen auf das Jahr 2008).

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