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Telekom verliert Argument für VDSL-RegulierungsferienBREKO: Diskutierter Strategiewechsel bei IP-TV ist ein Eingeständnis
Bonn, 15.1.2007. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Telekom ihre Vermarktungsstrategie für das Internet-TV-Produkt ändern und T-Home möglicherweise doch über das klassische DSL anstatt das neue Glasfasernetz (VDSL) anbieten will. Dem Konzern sei es nicht gelungen, bei den aktuellen Preisen die angepeilten Kundenzahlen zu erreichen. Unklar sei außerdem, ob die Telekom den Ausbau des VDSL-Netzes wie angekündigt weiterverfolge. Dem Wettbewerb soll nach Forderung des Marktführers der Zugang zu diesem Netz zu regulierten Preisen versagt werden. Der Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO sieht sich durch diesen Strategiewechsel der Telekom bestätigt. BREKO-Präsident Peer Knauer kommentiert: „Der Ex-Monopolist hatte von Politik und Regulierungsbehörde einen abgesicherten Wettbewerbsvorteil für eine so genannte „bahnbrechende Innovation" verlangt und sich nach aktueller Sachlage sogar gegen die EU-Medienkommission durchgesetzt. Diesen neuen Markt haben wir nie gesehen. Es ging der Telekom immer nur darum, Internet-Fernsehen besser und schneller an den Kunden bringen und unter Ausschluss des Wettbewerbs möglichst viele Kunden auf das neue VDSL-Netz zu ziehen. Es war immer klar, dass für IP-TV eigentlich keine Bandbreiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde nötig sind. Das räumt die Telekom mit einem möglichen Strategiewechsel nun selber ein. Es ist also höchste Zeit, die drohende Regulierungsfreiheit für die Telekom erneut zu diskutieren." Es wäre ein großer Fehler, so Knauer weiter, der Telekom uneingeschränkten Investitionsschutz zu gewähren und damit den Wettbewerbern den Zugang zu den Leitungen zu verwehren. Wettbewerb schafft Wachstum. Seit der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes haben die alternativen Netzbetreiber viel in moderne, leistungsfähige und effiziente Infrastrukturen investiert - rund 20 Prozent aller Investition in TK-Infrastruktur werden von ihnen aufgebracht. Das wichtigste ordnungspolitische Ziel der Telekommunikationspolitik muss es sein, das Vorhaben „Breitband für alle" konsequent umzusetzen. Die Situation des Breitbandmarktes in Deutschland ist nicht zuvorderst durch die Geschwindigkeit der Breitbandzugänge, sondern vielmehr durch die Zahl der Anschlüsse – die Breitband-Penetration – gekennzeichnet. Nur durch eine flächen deckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen auch in ländlichen Regionen wird überall in Deutschland für positive Standortfaktoren gesorgt.
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Entgelt für die letzte Meile wird zum InvestitionshemmnisBREKO: Telekom begründet die Erhöhung mit aberwitzigen Argumenten
Bonn, 19.1.2007. Von 10,65 Euro auf 12,03 Euro soll das monatliche Entgelt steigen, das Telekomwettbewerber für die Nutzung der letzten Meile zum Kunden zahlen. Dies sieht der heute von der Telekom vorgelegte Antrag an die Bundesnetzagentur vor. Der Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO findet seit langem ein Entgelt von unter 10 Euro für angemessen - damit seien alle Kosten abgedeckt. BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann hält nicht nur die aktuell geforderte Höhe für unanständig, sondern insbesondere die Begründung dafür. Frank und frei behauptet die Telekom in ihrer Pressemitteilung: „Eine leichte Erhöhung wird deshalb den Wettbewerb nachhaltig stärken." „Das grenzt an groben Unfug," erklärt Lüddemann, „das ist so, als würden unsere Mitgliedsunternehmen behaupten, die Preise erhöhen zu müssen, um Kunden zu gewinnen." Die ungewöhnliche ökonomische Sichtweise des Exmonopolisten hält BREKO für genauso abwegig, wie die neue Idee, durch das TAL-Entgelt die Kosten für den sozialverträglichen Personalabbau dem Wettbewerb anzulasten. BREKO sieht die Netzbetreiber in einer benachteiligten Position gegenüber den Resellern von Telekomprodukten, weshalb der Verband das Verfahren zur Festlegung der neuen TAL-Entgelte bereits im letzten Jahr vorziehen lassen wollte. Dem war die Bundesnetzagentur nicht gefolgt. Die gültige Entscheidung zu den TAL-Entgelten ist bereits von April 2005 und trägt daher den jüngsten Entwicklungen im Preisgefüge nicht Rechnung. BREKO machte insbesondere die horrenden Rabatte der Telekom gegenüber Resellern wie United Internet und Freenet geltend. Die Problematik verschärfte sich im Laufe des Jahres 2006 - inzwischen sind beim Weiterverkauf eines DSL-Produktes bis zu 54 % Nachlass auf den Endkundenpreis möglich.
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BREKO: Neubesetzung in Vorstand und PräsidiumNeuer Geschäftsführer von EWE TEL rückt nach / BITel im Präsidium
Bonn, 23.2.2007. Der Vorstand des Bundesverbandes Breitbandkommunikation BREKO hat am Donnerstag den Geschäftsführer der EWE TEL GmbH, Hans-Joachim Iken, als neues Mitglied bestätigt. Der 49jährige Wirtschaftsingenieur verantwortet seit 1. Januar beim Oldenburger Telekommunikationsspezialisten den technischen Bereich. Er löst Tomas Eilers ab, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter bei EWE TEL und beim BREKO engagieren kann. Gleichzeitig verstärkt nun das langjährige Vorstandsmitglied Alfred Kerscher, Geschäftsführer der Gütersloher BITel, das Präsidium. Präsident ist weiterhin Peer Knauer, Vorsitzender der Geschäftsführung Versatel Holding GmbH, Düsseldorf, Vizepräsident bleibt Dr. Hans Konle, M-net Telekommunikations GmbH, München. Dem Vorstand gehören außerdem weiterhin an: Werner Hanf, Sprecher der Geschäftsführung NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation, Köln. Werner Rapp, Geschäftsführer HL komm Telekommunikations GmbH, Leipzig. Harald Rösch, Geschäftsführer HanseNet Telekommunikations GmbH, Hamburg. Bilder der Vorstände stehen links unter „Über uns" -> „Vorstand" zum Download bereit.
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Regulierer bremst DSL-Aufschwung der BREKO-FirmenFehlende Entgeltregulierung beschert Resellern doppeltes Wachstum
Bonn, 27.2.2007. Der heute vorgestellte Jahresbericht der Bundesnetzagentur (BNetzA) offenbart nach Auffassung des Bundesverbandes Breitbandkommunikation BREKO eine grundlegend falsche Richtung in der Regulierungspolitik. Im wichtigen Markt der DSL-Breitbandverbindungen haben laut Bericht im abgelaufenen Jahr Reseller wie United Internet und Freenet ein 100prozentiges Wachstum hinlegen, während die Festnetzwettbewerber, die nahezu alle im BREKO organisiert sind, nur 56 % mehr Anschlüsse schalten konnten. BREKO-Präsident Peer Knauer sieht dies als direkte Konsequenz einer zu Reseller-freundlichen Entgeltregulierung. „Das kommt dabei raus, wenn die Bundesnetzagentur marktunübliche Rabatte von bis zu 54 % für Reseller zulässt. Solch ein Preiswettbewerb geht an der Realität vorbei und würgt echten Wettbewerb ab.", kritisiert der Verbandspräsident. Der Regulierer hat damit gleichzeitig der Telekom in die Hände gespielt, denn gemeinsam mit den an sie zahlenden Resellern liegt der Marktanteil des ehemaligen Monopolisten bei DSL-Anschlüssen nach wie vor bei rd. drei Vierteln (2005: 76 % / 2006: 73 %). Knauer: „So wie es aussieht, ist die von der Bundesnetzagentur immer wieder beschworene Förderung des Infrastrukturwettbewerbs lediglich ein Lippenbekenntniss." Zum Schwur komme es nun aber schon am morgigen Mittwoch, an dem die Anhörung zur Festlegung der Entgelte für die Miete der letzten Meile (TAL) stattfinde, so Knauer weiter. Hier werde sich zeigen, ob wieder Konsistenz, also faire Wettbewerbsbedingungen, unter den verschiedenen Marktteilnehmern hergestellt werde. „Wir erwarten, dass als Ausgleich zur bestehenden Bevorzugung der Reseller die TAL-Monatsmiete auf 9 Euro abgesenkt wird," fordert Präsident Knauer.
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BREKO: Teure letzte Meile würde Arbeitsplätze kostenPräsident Knauer: „Verdi sollte statt der Regulierungspolitik eher das Telekom-Bündnis mit personalarmen DSL-Discountern kritisieren“
Bonn, 27.3.2007. Ende dieser Woche entscheidet die Bundesnetzagentur (BNetzA) über die Höhe der neuen Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Voraussichtlich morgen findet die Abstimmung mit dem Kartellamt statt. BREKO rechnet für Freitag mit einer Verkündung dieser von April an gültigen Preise. Der Verband hatte eine Absenkung der Monatsmiete für die letzte Meile von 10,65 Euro auf unter 9 Euro gefordert, während die Telekom 12,03 Euro geltend macht. Der Ex-Monopolist sieht für eine Erhöhung insbesondere die „besonderen Lasten" verantwortlich, „die die Deutsche Telekom für den sozialverträglichen Personalumbau trägt." BREKO-Präsident Peer Knauer sieht eine sachliche Entgeltentscheidung akut bedroht wegen der Einmischung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die die Regulierung für einen Beschäftigungsabbau verantwortlich macht: „Die Schuldzuweisungen von Verdi an die Netzagentur sind unerträglich. Die Resolution der Gewerkschaft an die Behörde ist ein Manifest der Fortschrittsverhinderer." BREKO sieht die Bundesnetzagentur in der Pflicht, wieder für fairen Wettbewerb der Geschäftsmodelle zu sorgen. Während die TAL-Preise für BREKO-Mitglieder wie Arcor, Versatel, HanseNet, EWE TEL oder NetCologne seit 1998 der Regulierung unterliegen, sind die Vorleistungspreise zwischen Telekom und den Resellern, die über kein eigenes Netz verfügen, immer noch frei aushandelbar. Die direkte Folge: zwischen 2004 und 2006 wurde es den Resellern durch Einkaufsvorteile möglich, ihre DSL-Anschlusszahl zu verdreizehnfachen, während die BREKO-Unternehmen ihre lediglich um den Faktor Drei erhöhen konnten. Allein im letzten Jahr wuchs DSL bei den Resellern doppelt so schnell wie bei den echten Netzbetreibern. Damit, so Knauer, werde gleichzeitig ein beschäftigungsarmes Geschäftsmodell gefördert. „Anstatt nur Besitzstände wahren zu wollen, sollte Verdi darüber nachdenken, wie viele Arbeitsplätze nicht geschaffen werden, weil die Telekom die DSL-Discounter subventioniert," schlägt der Verbands-Präsident vor. Die BREKO-Firmen sehen bei fairen Regulierungsbedingungen erhebliches Potential für einen fortgesetzten eigenen Personalaufbau.
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TAL: 15 Cent weniger - Trippelschritt statt großer WurfBREKO: Im Gegenzug müssen T-Com-Discountpreise für Reseller vom Markt
Bonn, 30.3.2007. Die mit Spannung erwartete Absenkung der Monatsmiete für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) endete heute mit einer Enttäuschung für die Wettbewerber der Deutschen Telekom. Statt der von ihnen geforderten 9 Euro müssen die Mitglieder des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO), zu denen u.a. Arcor, HanseNet, Versatel und EWE TEL gehören, ab April 10,50 Euro für die Überlassung der letzten Meile an die Telekom zahlen, und damit lediglich 15 Cent weniger als zuvor. „Ein Trippelschritt statt der erhoffte große Wurf", kommentiert BREKO-Präsident Peer Knauer, „die Netzagentur schmückt sich mit einem Feigenblatt, während ein unverhüllt knallharter Preiswettbewerb die BREKO-Mitglieder immer weiter in die Enge treibt." BREKO hatte wiederholt von der Bundesnetzagentur (BNetzA) gefordert, für fairen Wettbewerb der Geschäftsmodelle zu sorgen, also das Konsistenzgebot zu befolgen. Während die TAL-Preise für die BREKO-Mitglieder seit 1998 der Regulierung unterliegen, sind die Vorleistungspreise („Wholesale-DSL") zwischen Telekom und den Resellern, die über kein eigenes Netz verfügen, immer noch frei aushandelbar. Die direkte Folge: zwischen 2004 und 2006 wurde es den Resellern durch Einkaufsvorteile bis zu 54 % möglich, ihre DSL-Anschlusszahl zu verdreizehnfachen, während die BREKO-Unternehmen ihre lediglich um den Faktor Drei erhöhen konnten. Allein im letzten Jahr wuchs DSL bei den Resellern doppelt so schnell wie bei den echten Netzbetreibern. „Das zögerliche Verhalten der Behörde könnte im günstigsten Fall bedeuten, dass jetzt auf der anderen Seite bei den DSL-Vorleistungspreisen restriktiv eingeschritten wird", mutmaßt Knauer. Für die nächsten Wochen wird mit einer Entscheidung darüber gerechnet, ob die von BREKO als Dumpingangebot kritisierten DSL-Wholesalepreise unterbunden werden. „Das Angebot muss vom Markt, eine solche Protektion unserer erklärten Wettbewerber durch die Netzagentur können wir nicht länger dulden," kritisiert der BREKO-Präsident.
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BREKO-Firmen fordern ungehinderten EndkundenzugangBundesnetzagentur schafft Voraussetzungen für gemeinsame Nutzung der Infrastruktur durch BREKO-Mitglieder und Telekom
Bonn, 4.4.2007. Der heute von der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgelegte Entwurf einer Regulierungsverfügung für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) findet die grundsätzliche Zustimmung des Bundesverbandes Breitbandkommunikation BREKO. Wesentliches Kriterium ist die hierin sichergestellte Mitbenutzungsmöglichkeit der Telekom-Leerrohre vom Hauptverteiler (HVt) zum Kabelverzweiger (KVz) durch die BREKO-Mitglieder, zu denen 95 % des Festnetzwettbewerbs zählen, etwa Arcor, HanseNet, Versatel oder EWE TEL. „Das ist ein wichtiges Element, um auch in Zukunft unsere Chance zu wahren, der Telekom ernsthaften Wettbewerb im Breitbandmarkt zu machen", erklärt BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann. Unzufrieden ist der Verband allerdings mit den unklaren Aussagen zur konkreten technischen Form des Zugangs beim Kabelverzweiger am Straßenrand. BREKO musste die Erfahrung machen, dass die Telekom sich standhaft weigerte, über dieses Problem zielorientiert zu verhandeln. Ende 2005 schon richtete BREKO-Präsident Peer Knauer ein Aufforderungsschreiben an die Telekom, in dem er eine Beteiligung am Ausbau der KVz-Strukturen für den Fall zusagte, dass die Telekom eine wirtschaftlich tragfähige Kooperation anböte. Eine Antwort blieb aus, offensichtlich, weil sich der Marktführer sicher fühlte, keiner Verpflichtung dieser Art nachkommen zu müssen. Dies hat sich mit der Veröffentlichung des o.g. Entwurfs geändert. BREKO lehnt es ab, für die entstandene Zeitverzögerung nachträglich zur Kasse gebeten zu werden. Lüddemann: „Wir erwarten, dass wir unsere Kundenzugänge innerhalb der neuen Kabelverzweiger realisieren können und nicht die Umwelt durch weitere Stahlkästen verschandeln müssen." Nun sei die Telekom am Zuge, so der Verbandsgeschäftsführer weiter. Sie habe durch den Bau neuer Verteiler voreilig Tatsachen geschaffen. Es könne jetzt nicht Aufgabe der BREKO-Firmen sein, hierfür finanziell geradezustehen. BREKO sieht in der Regulierungsverfügung allerdings keine Grundlage für eine Abwertung der Zugänge am Hauptverteiler. Diese Möglichkeit müsse nach wie vor uneingeschränkt bestehen bleiben.
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BREKO-Firmen peilen Umsatz von 5 Milliarden Euro anAnschlusszahlen wachsen 2007 auf mehr als 6 Mio., davon 5,8 Mio. DSLer
Bonn, 7.5.2007. Punktgenau haben die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Breitbandkommunikation BREKO ihr Umsatzziel von 4,4 Mrd. Euro für 2006 erreicht. Im laufenden Jahr rückt die 5-Mrd.-Grenze in greifbare Nähe, prognostizierte Verbandspräsident Peer Knauer heute bei der Vorstellung der aktuell erhobenen Wirtschaftdaten für die rd. 40 Verbandsmitglieder mit eigenem TK-Netzbetrieb. Die Unternehmen des BREKO – u.a. Arcor, Versatel, HanseNet, EWE TEL und NetCologne – repräsentieren mittlerweile 99% des Festnetzwettbewerbs zur Telekom auf der Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Mit 3,9 Mio. geschalteten DSL-Anschlüssen konnten die BREKO-Unternehmen 2006 einen Marktanteil von fast 28% erreichen. 2007 sollen noch einmal rd. 2 Mio. dazu gewonnen werden. Die BREKO-Firmen haben im vergangenen Jahr einen Quantensprung bei der DSL-Bandbreite vollzogen: inzwischen surfen rd. 40% der Kunden mit mehr als 2 Mbit/s in BREKO-Netzen. Die Bandbreiten von 2 - 6 Mbit/s stellen derzeit den Nachfrageschwerpunkt dar. „Damit sind wir die treibende Kraft für echten DSL-Wettbewerb in Deutschland. Den gibt es nach meiner Überzeugung langfristig nur auf der Basis eigener Infrastruktur", erklärt Knauer. Unzufrieden zeigt sich Verbandschef Knauer indes mit der Regulierungspolitik im DSL-Markt. „Wir hätten weitaus stärker wachsen können, würde die Bundesnetzagentur der Vertriebssymbiose von Resellern und Telekom nicht so tatenlos zusehen", beklagt er. „Hier werden Absprachen getroffen und Rabatte beim Wiederverkauf gewährt, die einen fairen Wettbewerb unmöglich machen". Dies, so Knauer weiter, sei der Grund dafür, dass Reseller wie United Internet und Freenet ihre DSL-Kundenzahlen 2006 verdoppeln konnten, während die BREKO-Unternehmen einen Zuwachs von lediglich 63% erreichten. Auswirkungen habe dies auch auf die Planungssicherheit der Mitglieder gehabt. Statt der beabsichtigten 860 Mio. Euro, die die BREKO-Firmen in Infrastruktur investieren wollten, sind es 2006 nur 804 Mio. Euro geworden. Die für 2007 eingeplanten 915 Mio. Euro stehen erneut unter dem Vorbehalt einer ausgewogenen Regulierungspolitik. Entscheidend ist die Investitionsfrage vor allem beim notwendigen Umbau der Telefonnetze auf die IP-Technologie. Dabei zeigen sich die BREKO-Firmen sehr innovationsfreudig. Bereits im Jahr 2009 – und damit schneller als die Telekom – wollen 51% der Unternehmen ihr zentrales Netz (Backbone) auf dieses so genannte „Next Generation Access Network (NGN)" umgestellt haben. Hauptgründe dafür sind erforderliche Kostensenkungen und die Einführung neuer Dienste.
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Telekom-StreikBREKO warnt verdi: Streikrecht nicht missbrauchen
Bonn, 15.5.2007. Die Folgen des Streiks bei der Telekom bekommen auch deren Wettbewerber zu spüren. Wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) am Dienstag in Bonn mitteilte, kommt es in den Streikregionen sowohl bei der Umschaltung von ehemaligen Telekom-Kunden auf die Wettbewerber als auch bei der Entstörung von Leitungen der Wettbewerber-Kunden zu Verzö-gerungen. Die Wettbewerber haben die "letzte Meile" zwar bei der Telekom angemietet, dürfen eine Entstörung jedoch nicht selbst vornehmen und sind insoweit auf Personal der Telekom ange-wiesen. Trotz der streikbedingten Engpässe verweigert die Telekom unter Hinweis auf "höhere Gewalt" zudem jeglichen Schadensersatz für die Kunden der Wettbewerber. BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann sagte, man werde sehr genau darauf achten, ob sich die Streikmaßnahmen von verdi gezielt gegen die Wettbewerber der Telekom richteten. "Eine Streiktaktik, die vor allem darauf abzielt, die Wettbewerber zu schädigen, dürfte die Telekom-Spitze wohl kaum zu Zugeständnissen bewegen und stellt zudem einen Missbrauch des Streik-rechts dar", so Lüddemann.
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BREKO fordert klare Aussage zum VDSL-ZugangBundesnetzagentur bleibt halbherzig bei heute verkündetem Entwurf
Bonn, 1.6.2007. BREKO begrüßt die heute von der Bundesnetzagentur (BNetzA) verkündete Vorlage einer Regulierungsverfügung, in der die Telekom verpflichtet wird, den Wettbewerbern den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung weitergehend zu gewähren. Die BNetzA kommt mit der Vorlage dieses Entwurfs bei der EU-Kommission ihrer Verpflichtung nach, alle zwei Jahre die Marktverhältnisse in Deutschland zu prüfen. Aktuell wurde eine beträchtliche Marktmacht der Telekom konstatiert und daraus der vorliegende Entwurf für eine Regulierungsverfügung abgeleitet. „Dass der Wettbewerb ausdrücklich auch Zugang zum schnellen VDSL-Netz erhalten soll, ist lobenswert", sagt BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann „leider ist aber immer noch nicht klargestellt, wie das konkret aussehen soll." Lediglich die Nutzung von Leerrohren für einen Zugang zum Kabelverzweiger am Straßenrand sei im Entwurf angesprochen. Es sei aber immer noch nicht geklärt, ob die von BREKO geforderte Zusammenschaltung im Kabelkasten selber stattfinden könne oder ob unnötigerweise etwa ein zweiter daneben gestellt werden müsse. „Der Zugang zum Kabelverzweiger ist unabdingbar, um schnelles Internet in die Haushalte zu bringen. Um großflächig dieses Ziel zu erreichen, ist es aber genauso wichtig, die Hauptverteiler in den VDSL-Zugang einzubeziehen", kritisiert Lüdemann. Nur so sei es möglich, die Menge an Kunden zu erreichen, die den großmaßstäblichen Ausbau für Wettbewerber ökonomisch sinnvoll macht.
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