Vom 17. - 18. März 2010 findet in Berlin die 4. ITG-Fachkonferenz mit dem Thema „Breitbandversorgung in Deutschland“ statt.
Das Thema Breitbandversorgung in Deutschland ist aktueller denn je. Die Bundesregierung hat das Thema Breitbandversorgung für alle Bürger aufgegriffen und ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben: flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s je Kunde bis 2018.
Über 700 Gemeinden in Deutschland sind gegenwärtig noch immer ohne Breitbandanschluss. Dies betrifft derzeit ca. 3,5 Mio. Personen. Die Zahl derjenigen, die nicht oder nur mit weniger als 2 Mbit/s angeschlossen werden können, beläuft sich sogar auf ca. 27,2 Mio. Insbesondere die mangelnde Versorgung mit Breitband-Internet in ländlichen Gebieten hat die Diskussion um die alternative Nutzung der Digitalen Dividende vorangetrieben. Die Frequenzen (790 bis 862 MHz) der Digitalen Dividende stellen eine temporäre Möglichkeit dar, diese Versorgungslücken zumindest teilweise zu schließen. Dies stellt aber keinen langfristigen Festnetzersatz dar. Das Ziel der Bundesregierung ist damit nur über einen massiven Glasfaserausbau zu erfüllen.
Wichtig dabei sind solche Rahmenbedingungen, dass diejenigen, die in die Fläche investieren, die Aufbauleistungen auch wieder refinanzieren können. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen wird möglichst schnell eine hohe Auslastung der Netze benötigt und das gelingt nur im Wettbewerb. Die Bundesnetzagentur hat im Mai 2009 "Eckpunkte über die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung moderner Telekommunikationsnetze und die Schaffung einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur" veröffentlicht.
Ziel der Konferenz ist es, ein Forum sowohl für politisch-regulatorische als auch technische und wirtschaftliche Fragen zur Breitbandversorgung in Deutschland anzubieten. Die Tagung soll Netz- und Produktplaner bei Kommunen, Versorgern, Netzbetreibern und Herstellern ansprechen und informieren.
Den ausführlichen Call for Papers finden Sie unter: http://www.vde.com/Breitbandversorgung2010